Rokoko



Das Rokoko [franz.: Rocaille, ‚Muschelwerk‘], auch Spätbarock genannt, ist eine Weiterentwicklung des europäischen kunstgeschichtlichen Zeitalters des Barock in den Jahren von ungefähr 1720 bis 1775.
Charakteristisch bei Bauwerken dieser Zeit sind überbordende Verzierungen, die meist an Bauten, Innenräumen, Möbeln, Geräten etc. angebracht wurden. Auffällig war vor allem auch der Verzicht auf jegliche Symmetrie, die noch im Barock als wichtiges Element Verwendung fand. An die Stelle fester Formen treten leichter, zierlicher gewundene Linien und häufig rankenförmige Umrandungen. Diese bewusste Abkehr von Symmetrie wurde später im Jugendstil wieder aufgegriffen.

Umstritten ist, ob das Rokoko als eigene Kunstform gelten darf, da es aus dem Barock hervorgegangen ist. Viele Kunsthistoriker verwenden daher den Begriff des Spätbarocks anstelle des Rokokos. Dieser Begriff wird allerdings synonym auch für den Übergang des Barock zum Klassizismus gebraucht und bezeichnet hier die Abkehr vom Üppig-Schwülstigen hin zu klaren Linien.



Auch heute noch gibt es Tanzgruppen, die die außergewöhnliche Grazie dieser historischen Tänze am Leben erhalten.

Hier eine private Initiative aus Biberach, die auch alljährlich einen fiktiven Ball im Schloß des Grafen Stadion mit Teilnahme Christoph Martin Wielands auf dem Biberacher Marktplatz vorführt.
Die Kostüme sind nach historischem Vorbild gefertigt.
Die Persönlichkeiten stellen reale Personen der damaligen Zeit dar.

Adel im Rokoko

Links: Franz Conrad Graf von Stadion Rechts: Anton Ernst Fürst von Oettingen-Spielberg zu Schwendi



Adlige Damen im Rokoko

L: Maria Theresia Fürstin von Oettingen-Spielberg R: Ludovika Gräfin von Stadion zu Warthausen